Dunkelheit und Kälte

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Draußen passiert gerade etwas, das mir nicht gefällt. Es wird dunkler und es wird kälter. Ich sitze mit meiner Wärmflasche, einem Tee und guter Musik in eine Decke gehüllt auf meinem Sofa und schaue aus dem Fenster. Ich fühle mich unglaublich müde und würde am liebsten einfach schlafen. Wo ist meine ganze Energie geblieben, warum hat sie mich verlassen? Schon vor einigen Stunden habe ich das Licht angeschaltet, weil es in diesen Tagen nicht mehr richtig hell wird und es sich anders nicht aushalten lässt. Während ich auf dem Sofa sitze und diese Zeilen schreibe, wird es draußen mit rasanter Geschwindigkeit dunkler. Es ist nicht einmal 17 Uhr und ich habe das Gefühl, dass der Tag bereits wieder vorbei ist. Ich zähle langsam bis zehn und wieder ist es ein Stück dunkler. Ich sehe die im kalten Wind wehenden Äste mit den letzten noch daranhängenden Blättern. Ich muss nachher nochmal raus, habe noch eine Veranstaltung in der Uni und der Gedanke daran lässt mich schon jetzt innerlich frösteln. Alle Energie hat mich verlassen. Obwohl ich es mir hier drinnen gemütlich mache, geht es mir nicht besser. Meine Stimmung ist nicht besonders gut, ich fühle mich machtlos, irgendwie hilflos, ich habe die Kontrolle verloren. Draußen wird es dunkler und kälter und mir kommen Gedanken in den Kopf, wie man dieses Spektakel als schön und besonders beschreiben könnte, doch leider gelingt es mir nicht mich damit selbst zu überlisten. Ich will eine Party in meinem Kopf, will mich den äußeren Gegebenheiten widersetzten, will, dass alles in mir hell ist und strahlt, will singen, tanzen, lachen und will, dass meine Energie mich nicht verlässt. Stattdessen sitze ich in meinem Kopf in einem kalten dunkel Raum, der so groß ist, dass ich nicht weiß, wo der Ausgang ist. Der Gedanke daran, dass mir nur noch kälter wird und ich eine unangenehme Gänsehaut bekomme, wenn ich jetzt aufstehe, um die Tür zu suchen, raubt mir jegliche Motivation dazu und ich bleibe zusammengekauert in der Mitte des Raumes sitzen. Draußen nehmen die Kontraste immer weiter ab, alles versinkt langsam in einer dunklen Dunkelheit. Ich aber will singen, lachen, tanzen!

Die vergangenen Zeilen geben einen kleinen Eindruck, was die Kälte und früh einsetzende Dunkelheit manchmal in diesen Tagen mit mir und großer Sicherheit auch anderen Menschen anstellt. Tag für Tag aufs Neue wird es früh dunkel und Tag für Tag aufs Neue müssen wir versuchen damit klar zu kommen. Manchmal ist das gar nicht so schwer, wir sind so konzentriert auf andere Dinge, dass es uns nichts ausmacht und manchmal funktioniert das gar nicht und wir kämpfen uns durch die noch bevorstehenden Stunden am Abend. Neben all den Dingen, die erledigt werden müssen, nehme ich mir Zeit für mich selbst, koche mir eine Tasse wärmenden leckeren Tee, schnappe mir ein gutes Buch, mache Sport oder treffe mich mit Freunden und führe gute Gespräche. Diese Dinge geben hoffentlich wieder ein bisschen Kraft, lenken vom Stress im Inneren und der Dunkelheit draußen ab, doch eine Garantie gibt es dafür leider nicht. Manchmal hilft auch einfach eine kleine oder größere Mütze Schlaf, das sollte dann auch nicht schlimm sein und wir sollten uns diese Zeit für uns selbst zugestehen.

Mich würde interessieren, wie ihr damit umgeht und was euch manchmal oder vielleicht sogar immer hilft.

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Mode, Konsum, Bewusstsein…

Ich stehe mitten in der Stadt. Stehe still und beobachte das hektische Treiben um mich herum. Menschen eilen durch die Gegend, mit Tüten bepackt, laufen in dieses und jenes Geschäft, kommen mit noch mehr Tüten wieder heraus. Was sie dort wohl gekauft haben? Ist es etwas, das sie wirklich gebrauchen können? Werden sie es nutzen oder wird es rumliegen, einstauben und in Vergessenheit geraten? Haben sie sich Zeit genommen die Kleidung anzuprobieren, die sich jetzt in ihren Tüten befindet? Werden sie die neuen Teile lieben und tragen, bis sie Löcher haben und völlig verwaschen sind? Oder wird schon nächste Woche ein Bild davon gemacht und dieses dann bei Kleiderkreisel, Ebay oder irgendwo anders hochgeladen? Kaum einer wird mir diese Frage jetzt wohl schon beantworten können. Kaum einer wird sich diese Frage in diesem Moment stellen. Dem Kaufrausch verfallen geht das hektische Treiben weiter…

 

Hallo,

heute soll es rund um das Thema Konsum, Kaufverhalten und persönliche Einstellung gehen. Dabei werde ich mich besonders auf das Thema Kleidung beziehen, weil gerade das ein Bereich ist, der einerseits eine Basis in unserem Leben darstellt, dass wir es warm haben und es uns gut geht, andererseits aber auch wirklich ein Luxus ist, wenn ständig neue Mode produziert wird, Menschen sich verändern und mit ihnen ihr Stil und sie das Bedürfnis empfinden ihren Kleiderschrank komplett neu einzuräumen. Letztere Aussage wirkt bildlich vorgestellt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber der Konsum umgibt uns ständig.

Ich bin in den vergangenen Jahren auf verschiedenen Wegen mit dem Thema Konsum in Kontakt gekommen. In diesem Zeitraum haben ich, mein Bewusstsein und meine persönliche Einstellung dazu sich verändert. Vor einigen Jahren, das war eine tolle Zeit. Ich bin für gewöhnlich in den Ferien shoppen gegangen, weil wir im Urlaub waren und man richtig viel Zeit dafür hatte. Meistens haben wir einen Tag dafür eingeplant und haben eine Menge Geschäfte besucht. Am Ende des Tages waren wir dann völlig erschöpft, aber glücklich über die neuen Sachen. Ich war gerade in dem Alter, dass man seine Kleidung endlich selbst ausgesucht hat, dass man sich ausprobiert hat und versucht hat seinen Stil für sich zu entdecken. Dass mein Körper größer wurde und ich gewachsen bin, war eine schöne Entschuldigung dafür, dass ich immer mal wieder neue Kleidungsstücke brauchte, weil die alten ja nicht mehr gepasst haben. Dabei hielt sich mein Kaufverhalten ziemlich in Grenzen, denn ab und zu kam es auch vor, dass ich alte Teile von meinen Schwestern, Cousinen oder Freundinnen bekommen habe. Immer wieder habe ich die letzten Jahre in meinen Kleiderschrank geschaut und festgestellt, dass der Anteil an Kleidung, den ich wirklich selbst eingekauft habe, gar nicht so groß war. Trotzdem sind da dann noch die äußeren Einflüsse, die schnell mal den Wunsch in einem wecken sich das eine oder andere neue Teil zuzulegen und schnell gerät man in einen Strudel, den man nicht wahrnimmt und in dem man lange Zeit mit schwimmt. Zu diesen Einflüssen gehören beispielsweise die ganzen sogenannten Hauls, die beispielsweise auf YouTube hochgeladen werden, die Werbung, der wir über Plakaten in der Stadt oder auch ständig hier im Internet ausgesetzt sind, die Fashionblogger, denen wir eventuell interessenbedingt freiwillig folgen und Familie und Freunde, die hier und da shoppen gehen und ihre neuen Einkäufe voller Euphorie mit dir teilen. Zudem ist einkaufen heute auch sehr einfach geworden. Wir müssen nicht mehr in die Kleinstadt in unserer Nähe fahren oder einen wertvollen Samstag dafür in Kauf nehmen, um auch mal in eine größere Stadt zu kommen, wenn wir dort nicht wohnen, wir können es auch einfach schnell und bequem am Freitagabend auf dem Sofa mit unserem Computer erledigen und haben dann einige Tage bis Wochen noch eine Vorfreude darauf, dass die Post endlich bei uns ankommt. Ist sie dann da, werden die Sachen ausgepackt und anprobiert, was nicht passt oder doch nicht so aussieht, wie man es sich vorgestellt hat, wird zurückgeschickt.

Wenige Menschen machen sich dabei bisher darüber Gedanken, was für ein Wahnsinn das ganze eigentlich ist und in was für einem Luxus wir uns bewegen. Immer wieder werden hier und da mal die Bedingungen angesprochen, bei denen die Kleidung produziert wird, wie schlecht es den Menschen in den Herkunftsländern geht und doch entschuldigt man sich damit, dass es nun mal so läuft und dass die Menschen noch mehr leiden würden, wenn sie die Arbeit und das Geld nicht hätten. In meinen Augen wird zu wenig aufgeklärt. Wir kennen wenige Details darüber, wie es wirklich aussieht, wie viel das Leben der Menschen kostet, wie viel sie arbeiten müssen, was sie für ihre Arbeit bekommen, welche gesundheitlichen Auswirkungen die Arbeit und die Bedingungen auf sie haben und wie viele Arbeitsunfälle auch passieren. Für viele sind diese Fragen nicht wichtig genug, um sich mal die Zeit für eine Recherche zu nehmen. Nimmt man sich die Zeit für eine Recherche, kann man sich natürlich nur ein Bild aus den Informationen erstellen, die man erhält und dieses Bild enthält dann eher dunkle Farbtöne, die wir mit eher schlechten Eindrücken verknüpfen. Doch nicht nur die Arbeitsbedingungen sind zu beachten, auch noch einige andere Themen spielen in der Konsumwelt eine Rolle. Umwelt wäre ein Beispiel. Die Produktion der Kleidung, die Verpackung und der Transport haben einen einen großen Umwelteinfluss. Viel Kleidung wird schon seit längerem chemisch, also aus Kunststoff hergestellt und mit nicht gerade umwelt- und gesundheitsschonenden Stoffen gefärbt. Sind die Teile erst einmal fertig verpackt, müssen sie viele Kilometer bis zu ihrem Ziel zurücklegen. Ein Großteil des Handels findet über die Ozeane hinweg statt. Das ist mir auch erst vor wenigen Jahren so richtig bewusst geworden. Da dieser Punkt nicht unbedingt ein Alltagsthema ist und die meisten Menschen trotz der gewaltigen Wassermassen dieser Erde das Meer nicht direkt vor der Tür oder annähernd in Sichtweite haben, geht das Bewusstsein dafür recht schnell unter, doch irgendwie muss das Produkt ja von Punkt A nach Punkt B gelangen. Neben dem ganzen Müll und Mikroplastik im Meer spielen also auch Abfälle und Gifte, die über die Schiffe ins Meer gelangen, eine wichtige Rolle.

Mir ist bewusst, dass besonders die letzten Zeilen, die ich geschrieben habe, recht negativ klingen, doch so nehme ich es wahr und aus diesen Gründen habe ich mir selbst eine Challenge gestellt. Wie auch über andere Bereiche des Lebens mache ich mir so meine Gedanken und entwickle ich ein Bewusstsein. Bereits seit Ende des letzten Jahres habe ich mir selbst kein neuen Kleidungsstück mehr zugelegt und das möchte ich auch bis zum Ende dieses Jahres durchhalten. Schon im vergangenen Jahr habe ich mir über das Ausmaß an Konsum und über die Herstellungsbedingungen so meine Gedanken gemacht und mir gesagt, dass ich für mich etwas ändern muss. Einen Fortschritt sehe ich persönlich darin, dass ich wirklich nur noch das kaufe, was ich auch anziehe oder benutze. Ich schaue mir gerne Mode und stilvolle Kleidung an, aber ich stehe dazu, dass ich einige Dinge selbst nicht tragen würde und so bleibe ich mir selbst treue, denn ich muss nicht alles besitzen, was mir gefällt. Außerdem habe ich in meinem Kleiderschrank ausgemistet, weil ich der Meinung war, dass ich nicht so viel brauchte, wie ich besessen habe und andere Personen mehr damit anfangen könnten. So habe ich zum Beispiel ein paar Teile meiner Schwester geschenkt, die sich diese schon in der Vergangenheit mal ausgeliehen hat und die sich darüber sehr gefreut hat. Ich habe trotzdem auch vereinzelt ein Teil hier oder da in meinem Kleiderschrank ergänzen können, aber das waren auch Teile, die von anderen Personen aus meinem Umfeld stammten und die mir gefallen und die ich jetzt noch weiter benutze. Was ich selbst bisher noch nicht gemacht habe, wovon mir meine Schwester aber erzählt hat, sind Treffen mit Freundinnen, bei denen man ein paar aussortierte Kleidungsstücke mitbringt und quasi ein neues Zuhause für sie findet und so untereinander die Kleidungsstücke und jeweils die Geschichten dazu austauscht. Ansonsten hat sich meine Sicht insofern verändert, dass ich dazu stehe, dass auch ich mir mal ein neues Teil gönnen möchte, dass es dann aber wirklich nur vereinzelt ein Teil sein muss oder eben ausgetauscht wird, was neu gebraucht wird (bei mir besonders Schuhe und Hosen), dass die Sachen so gebraucht werden, bis sie wirklich nicht mehr zu gebrauchen sind oder an eine andere Person abgegeben werden, die sich darüber freut und dass ich dann auch bereit bin ein bisschen mehr Geld für Biokleidung aus fairer Produktion auszugeben.

Auch dieses Mal würde ich mich sehr darüber freuen, wenn ihr eure Fragen,Gedanken, persönlichen Meinungen oder was ihr mögt zu diesem Thema mit mir teilt.

Der ganz normale Wahnsinn, Stress und „Me-Time“

Hallo,

heute wollte ich gerne ein paar Gedanken zum Thema Stress teilen. Stress ist ein Phänomen, das uns wohl alle begleitet, je nach Situation mal mehr und mal weniger. Stress kann schleichend auftreten oder sehr spontan. Steht eine Klausur bevor, für die man noch nicht ordentlich gelernt hat oder nicht weiß, ob man mit der Zeit hinkommt (ganz ehrlich, diese Situation kennen doch die meisten von uns), baut sich Stress mit wachsendem Zeitdruck auf. Komme ich hingegen in eine spontan unangenehme Situation in einem Gespräch oder im Verkehr, taucht der Stress sehr spontan auf, ist meist aber auch recht schnell wieder vorbei. Es gibt aber auch Stress, der mit positiven Ereignissen einhergeht, auch wenn diese Art wohl eher in vergleichbar geringerer Zahl auftritt. Ich beziehe mich heute eher auf die Art Stress, die wir meist als negativ wahrnehmen und die uns aus dem Gleichgewicht bringt.

Was löst bei euch das Gefühl von Stress aus, im Alltag oder besonderen Situationen? Wie wirkt sich Stress aus, eher körperlich oder psychisch? Belastet euch Stress sehr stark oder könnt ihr gut damit umgehen? Und eine andere wichtige Frage: Was hilft euch in Stresssituationen, habt ihr einen Weg damit umzugehen, was tut ihr gegen den Stress oder was macht ihr, wenn der Stress einmal vorbei ist?

Ich hatte vor kurzem erst eine stressige Phase, es standen viele Dinge an und teilweise musste ich meine Komfortzone auch überschreiten. Ich musste mich auf Klausuren vorbereiten, die nicht völlig unwichtig sind, habe am Tag der letzten Klausur für dieses Semester auch meinen Ferienjob begonnen, den ich als meine erste richtige Arbeitserfahrung ansehe (ich hatte zu Schulzeiten nur kleinere Jobs, aber noch nicht so einen „typischen“ „richtigen“ Job) und musste nach sehr langer Zeit wieder Auto fahren, wobei ich zum Autofahren und Verkehr im Allgemeinen keine allzu gute Einstellung habe und mich vorher wirklich darauf einstellen musste. Das alles lief innerhalb sehr kurzer Zeit ab und es gab besonders einen Tag, der mir bis zum Abend vorher so absurd vorkam, dass ich mir nicht vorstellen konnte, dass er wirklich so ablaufen sollte, doch dann kam er und verlief wirklich so. Das alles hat mich sehr unter Druck gesetzt und besagten Stress in mir ausgelöst, vor allem schon in den 2-3 Wochen davor, als die Lernphase begann und damit auch die Aussicht auf sämtliche Ereignisse, die eintreten würden. Mir fällt es in stressigen Phasen recht schwer mir intensiv Zeit für mich zu nehmen oder diese Zeit wirklich intensiv wahrzunehmen und zu genießen. Ich mache dann nur wenig Sport, bereite mir nach wie vor selbst Essen zu, weil es mir wichtig ist, aber koche nur recht einfach und zeitsparend, weil ich ständig das Gefühl habe, dass mir die Zeit davonlaufe. Wenn der Druck erstmal groß genug ist, dann lerne ich meist nur noch mit Blick auf das Ziel und dem Gedanken, dass ich das Ereignis hinter mich bringen möchte. Mich so darauf zu konzentrieren, hilft mir zumindest bedingt dabei den Stress eher als Druck existieren zu lassen und die negativen Gedanken, die mit dem Stress einhergehen, nicht in den Vordergrund gelangen zu lassen, denn häufig finde ich genügend Gedanken, die den Stress reduzieren müssten, es aber leider nicht tun.

Mir hilft dann am meisten der Gedanke an das Ziel, dass ich nicht an dem Hindernis vorbei laufen kann, sondern irgendwie darüber steigen muss, es also unumgehbar auf mich zukommt. Ich versuche mir die Situation vorzustellen und weiß, dass sie irgendwie eintreten wird, dass ich diese Situation durchlaufen werde, dass ich an der Erfahrung wieder ein Stück wachse und dass sie danach auch rum sein wird, dass es ein Danach geben wird, wo ich mir erstmal wieder Zeit für mich nehmen kann und werde. Ich muss sagen, dass es mir in einigen Dingen hilft daran zu denken, dass ich noch so viel Unbekanntes vor mir habe und auch wenn ich es nicht weiß, es wird ganz viel passieren, die Zeit läuft weiter und ich werde immer irgendetwas zu tun haben und es werden ganz viele tolle Sachen dabei sein. Der Gedanke kann auch etwas Ungewissheit auslösen, aber da wir unser Leben selbst gestalten und mit Inhalt füllen, als würden wir an einem großen Buch schreiben und die Zeit einfach vergeht, können wir selbst dafür sorgen möglichst kreativ zu sein, die Zeit mit Aktivität zu füllen und darauf zu achten, dass wir uns die meiste Zeit sehr gut fühlen dabei. Die Zeit vergeht und ich werde sie füllen und Fußstapfen um Fußstapfen meinen Weg in vielen bunten Farben kreieren. Bei Hürden denke ich daran, dass es immer ein Danach gibt, dass hinter dem großen dunklen grauen kalten Berg ein wunderschönes saftiges grünes Tal mit goldenem Sonnenaufgang auf mich wartet.

Den Berg also überwunden, kommt die Zeit, in der es mir wieder besser geht. Bezogen auf das Bild des Berges stehe ich auf der anderen Seite, des Hindernisses, verschwitzt, außer Atem, aber glücklich das Hindernis überwunden zu haben. Die graue, triste, kalte Einsamkeit hat ein Ende, mein Puls beruhigt sich, mein Atem wird ruhiger und ich genieße die wundervolle Aussicht und die wärmenden Sonnenstrahlen, die mir wieder bessere Laune bereiten. Bezogen auf die Realität nehme ich mir gerne die Zeit für ein warmes Bad, lese vielleicht auch, stelle mich gerne in die Küche und koche etwas aufwendiger, evtl. kreiere ich ein neues Rezept, selten male ich auch oder mache etwas ganz anderes. Außerdem nehme ich gerne meine Matte, mache intensiv Yoga, bis mein Körper nur noch wenig Energie hat, ich mich aber körperlich sehr gut und wieder fitter fühle und versuche mich innerlich wieder zu fokussieren, meine Richtung und Balance zu finden. Besonders gerne mache ich das abends vor dem Schlafengehen. Bei mir setzt danach auch gerne mal eine Genussphase ein, in der ich Lust auf süße Sachen bekomme und esse sehr gerne Schokolade. Entgegen anderen, die Schokolade gerne mal beim Lernen konsumieren, setzt die Lust auf Süßes bei mir nach dem Stress ein und ich gönne mir die Schokolade dann auch genieße sie richtig.

Dies war jetzt auf besonders stressige Phasen bezogen, aber auch der ganz normale Wahnsinn im Alltag bringt ein gewisses Stresslevel mit sich, das wir bemüht sein sollten wahrzunehmen und Aktivitäten zu finden, die uns dabei helfen dieses Stresslevel auszugleichen. Ich arbeite nun seit ein paar Jahren daran mein Bewusstsein zu sensibilisieren und sehr aktiv wahrzunehmen, was und wann es mir gut geht und wann nicht und was ich dafür tun kann, dass es mir wieder gut geht. Es geht nicht darum Stress und unangenehme Situationen zu vermeiden und als Ziel zu haben, dass es einem zu 100% nur noch super geht, aber ein Gefühl zu entwickeln, wer wir sind, was wir empfinden, wie wir empfinden, was uns gut tut und was uns nicht so gut tut und danach unser Leben zu gestalten und immer wieder ein Gleichgewicht einzupendeln, mit dem es uns gut geht. Auch im Alltag sollten wir versuchen einen gewissen Raum zu schaffen, in dem wir uns auf uns selbst fokussieren, für uns Zeit nehmen und in uns hineinhören.

In diesem Sinne war es das mit diesem neuen Eintrag und ich freue mich auf Rückmeldung und was ihr so an Gedanken und Erfahrungen mit mir zu teilen habt.

Rezept des Tages- Bananenwaffeln

Hallihallo 🙂

Heute möchte ich gerne eine eigene Kreation aus der Küche teilen. Es handelt sich um ein Rezept für Bananenwaffeln.

Manchmal stehe ich in der Küche und weiß nicht, was ich essen möchte oder habe gerade so richtig Lust meiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Angefangen habe ich mit eigenen Backrezepten. Wenn ich mich versuche zu erinnern, müssten meine ersten Kreationen auch Waffeln gewesen sein. Danach habe ich eigene Plätzchen kreiert, die den Namen „Wunderkugeln“ hatten (diese kindliche Kreativität ;)). Von ihnen habe ich leider noch kein Rezept notiert. Weiter ging es mit spontanen Kuchenrezepten und Muffinkreationen, wobei ich nicht einfach nur einen Teig gemacht habe, sondern mich gerne auch gleich mit drei Schichten versucht habe- ein Schokoladenboden, darauf eine Fruchteinlage und abgerundet wurde das ganze mit einer Quarkkuchenschicht. Mit Waffelrezepten habe ich mich häufiger ausprobiert. Ich mag Waffeln, denn man kann kreativ mit dem Teig sein oder der Art und Weise, wie man sie serviert und wenn man gerade mal Lust auf etwas Süßes hat oder in Richtung Kuchen denkt, sind Waffeln eigentlich ein perfekter Ersatz, weil sie recht schnell und einfach gemacht sind. Seit ich zum Studium von zu Hause ausgezogen bin, koche ich auch regelmäßig für mich selbst und habe auch dort mittlerweile meinen Spaß gefunden und eigene Rezepte entworfen, von denen ich hier sicher auch noch welche teilen werde :). Die Bananenwaffeln sind meine neuste Kreation und ich genieße sie, während ich diesen Eintrag schreibe.

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Zutaten:

  • 2 Bananen
  • 90 g Mehl
  • 30 g Kakao
  • 1 Tl Backpulver
  • 3 El Chiasamen
  • 50 g Zucker
  • 1 Ei
  • 60 g Öl
  • 100 g Milch

Zuerst habe ich die Bananen in Stücke gebrochen und mit einer Gabel in einer Schüssel zerdrückt, bis sie eine breiartige Konsistenz hatten. Danach habe ich das Mehl (ich habe Weizenvollkornmehl verwendet), Backpulver und Kakao hinzugegeben. Hier habe ich ausnahmsweise keinen Backkakao verwendet, sondern Trinkkakao. Außerdem habe ich noch die Chiasamen, den Zucker, das Ei, sowie Öl und Milch hinzugegeben und das ganze mit der Gabel vermischt, bis ich einen schönen Teig hatte. Zum Mischen braucht es hier nicht extra ein Handrührgerät. Das Waffeleisen kann natürlich schon vorher eingesteckt werden, damit es bereits vorheizen kann. Wenn der Teig soweit ist, wird eine kleine Menge in die Mitte des Waffeleisens gegeben und ein bisschen verteilt, danach der Deckel zugeklappt. Ich habe mein Waffeleisen, das 6 verschiedene Stufen hat, nur auf Stufe 1 gestellt. So können die Waffeln langsam durchbacken, wobei man nach 2-3 Minuten mal schauen kann, ob die Waffel fertig ist. Ich würde nicht empfehlen die obere Hälfte gleich ganz hochzuziehen, sondern versuchen sie langsam anzuheben und zu schauen, ob sich die Waffel von einer Hälfte lösen lässt, nicht, dass sie sich in der Mitte teilt und man dann jeweils oben und unten eine Hälfte kleben hat. Außerdem würde ich das Waffeleisen auch nicht zu heiß stellen (auch nicht zum aufheizen), weil die Waffeln sonst schnell von außen verbrennen, aber innen noch nicht durchgebacken sind. Bei mir hat die Menge 5 Waffeln ergeben.

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Das fertige Ergebnis 🙂

So, das war nun das Rezept. Wenn es euch ansprechen sollte, würde ich mich freuen, wenn ihr es auch ausprobiert und mich besonders über eine Rückmeldung freuen. Gerne dürft ihr mir auch schreiben, wenn ihr Verbesserungsvorschläge nach eurem Geschmack habt oder andere Waffelrezepte mit mir teilen, die ich gerne ausprobiere. Ich finde die Waffeln so schon wirklich lecker und habe von den lieben Menschen, die meine Waffeln probieren durften,  bisher auch nur positive Rückmeldungen bekommen. Normalerweise mag ich selbst lieber knusprige Waffeln, doch diese werden ziemlich weich und fluffig, was perfekt zu ihnen passt. Natürlich kann man die Waffeln auch noch mit einer Beilage servieren. Entweder könnte man direkt in den Teig noch Zimt hinzugeben, oder man serviert die Waffeln mit Zucker und Zimt, falls sie einem nicht eh süß genug sein sollten. Wer gerne verschiedene Geschmacksrichtungen kombiniert, kann die Waffel auch noch mit einer leckeren Marmelade bestreichen oder im Sommer eine Kugel Eis (bespielsweise Vanille oder Stracciatella) hinzufügen. Ein selbstgemachter Fruchtquark macht sich sicher auch gut dazu ;).

So, nun wünsche ich ganz viel Spaß beim Waffelbacken und einen wundervollen Tag :).

Gesellschaft…

…ist ein Begriff, der mich immer wieder beschäftigt. Er ist so ungreifbar und doch merke ich, dass ich ihn häufig verwende, er in meinem Leben eine Rolle spielt und ich ihn oft genug als Ursache meines Handelns oder Nicht-Handelns heranziehe. Es werden Werte vermittelt, die neben der eigenen wie eine zweite Stimme im Kopf klingen. Manche nehmen sie an, manche tolerieren sie und manche kämpfen dagegen an- zeigen klar und deutlich, dass sie diese Werte nicht unterstützen.

Es kann um ständig aktuelle Themen wie Figur und Körpermaße gehen, die vor allem junge Mädchen und Jungen beschäftigt, die mitten in ihrer Entwicklung stecken und deshalb sehr sensibel auf solche Informationen reagieren, ohne dass sie sich dessen unbedingt bewusst sind, weil die Reife noch fehlt und sie erst eine Menge eigener Erfahrungen machen müssen. Es kann auch um die Frage gehen, ob man eine optische Veränderung an sich vornimmt oder nicht. Je nachdem in welchem Rahmen diese Veränderung stattfindet, stellt man sich vielleicht die Frage, wie andere Menschen darauf reagieren werden und ob man sich überhaupt damit wohlfühlen kann, wenn man ständig angeschaut wird, angesprochen wird, eventuell sogar abgewiesen wird und überhaupt negative Erfahrungen machen muss. Dabei kann die Entscheidung einer optischen Veränderung verschiedene Gründe haben. Natürlich kann es sein, dass die Person gezielt ihre Werte nach außen vermitteln möchte, aber vielleicht gefällt es dieser Person einfach und deshalb wird sie nicht zum anderen Menschen. Ein anderes aktuelles Beispiel wäre der Umgang mit der eigenen Sexualität. Welchen vernünftigen Grund könnte man dafür heranführen, dass sich ein Mensch für seine Gefühle eines anderen Menschen gegenüber in irgendeiner Weise schlecht fühlen müsste? Die Liste an Beispielen ist natürlich noch viel länger, aber als Eindruck wird es wohl reichen.

Was mich selbst betrifft, würde ich gerne auf das Thema Politik eingehen. Ich konnte nie wirklich viel mit dem Fach „Politik und Wirtschaft“ in der Schule anfangen. Es gab vereinzelt mal ein paar Themen, die ich interessant fand, aber wenn es um Wirtschaft ging oder politische Strukturen, war ich schnell draußen. Zu einzelnen Bereichen der Wirtschaft habe ich mir mein eigenes Bild geschaffen und bezüglich Politik hatte ich irgendwann das Gefühl sehr wenig Ahnung zu haben. Trotzdem rückte mit zunehmendem Alter das Thema Wahlen in den Fokus. Im Umfeld klang es, wie wichtig es sei zu wählen und der Aufruf zur Wahl und meine Freunde haben sich ihre Meinungen gebildet und groß damit getönt. Ich meinte, dass ich nicht wirklich einen Überblick hätte und keine falsche Entscheidung treffen wollte, weil ich zu wenig informiert sei und mich auch selbst nicht mehr so richtig eingearbeitet hätte. Die Motivation dazu hat einfach gefehlt. Mir kam es vor wie ein großes Mysterium, aus dem es irgendwer geschafft hätte mich erfolgreich auszuschließen. Ich wusste nicht, woher die Leute alle ihre Informationen hatten, warum sie scheinbar so viel Ahnung hatten, dass sie sich erlauben durften sich eine Meinung zu bilden. Auch zu Hause hatten die Personen ihre Meinung, nur ich habe mich unsicher gefühlt. Es hat eine ganze Weile gedauert und innerlich hat es mich gefuchst, weil es mir doch auch wichtig war zumindest teilweise mitzureden. Es hat lange gedauert und vielleicht wird sich meine Sicht, meine Eigeninitiative zur Beschaffung von Informationen und überhaupt meine Einstellung noch weiter verändern, aber zumindest habe ich verstanden, dass man im politischen Bereich nicht erst einen Mindestwert an Ahnung erfüllen muss, um sich einzusetzen, aktiv zu sein und auch wählen zu gehen. Es gibt noch mehr Menschen wie mich, die sich nicht so viel und regelmäßig mit der wichtigen Politik beschäftigen, die sich aber trotzdem verantwortlich fühlen und dafür sorgen sich einen Überblick zu verschaffen. Ich selbst habe es eingesehen, dass alleine meine Einstellung und meine Wahl wichtig sind. Ich beschäftige mich zumindest zu gegebenem Zeitpunkt mit den Wahlprogrammen, versuche im Alltag zumindest von den wichtigen aktuellen Themen etwas mitzubekommen und beschäftige mich häufiger mit laufenden Petitionen. Ich würde trotzdem nicht sagen, dass ich die große Ahnung habe, aber ich habe meinen Weg gefunden mich mit der Politik auseinanderzusetzen und auf meine Weise aktiv zu sein.

Das war es erstmal dazu. Ich werde sicher noch auf weitere Themen eingehen, die in diesem Zusammenhang auch noch dazu passen würden. Im Endeffekt ist jeder Mensch individuell und findet die einen Dinge gut und die anderen nicht, die einen falsch und die anderen richtig und die einen schön und die anderen nicht. So ist es und so ist es gut. Mich würde interessieren, was du denn zu dem Thema Gesellschaft denkst, wie sie für dich definiert ist und was du zu den genannten Beispielen so empfindest.

Ein chaotischer erster Beitrag oder Hallihallo in meiner Welt

Hallo du lieber Mensch, der den Weg in meine neue kleine Welt gefunden hat :). Ich freue mich dich hier begrüßen zu dürfen. Leider kann ich dir selbst noch nicht so ganz sagen, was dich hier erwartet, doch vielleicht könnte es ja sogar ganz interessant werden ;).

Mein Name ist Claudia und ich habe einen Kopf mit sehr bunten Gedanken und in diesem Kopf ist schon vor einer ganzen Weile die Idee eines eigenen Blogs gewachsen. So einen richtigen Plan habe ich noch nicht, aber ich möchte mich gerne einfach mal ausprobieren. An sich finde ich das Medienangebot unüberschaubar und viel zu groß und trotzdem gefällt mir der Gedanke, die Möglichkeit zu haben, mit mehreren Menschen auf diese Weise in Kontakt zu treten, denen man nicht einfach mal so über den Weg läuft und sie auch noch anspricht. Mit anderen Menschen Gedanken teilen, Meinungen austauschen, Dinge voneinander erfahren…das finde ich interessant.

So werde ich vermutlich einen Einblick in meine Gedankenwelt geben, verrückte Überlegungen zu eigenartigen Gedanken niederschreiben, einzelne Erlebnisse teilen und über Dinge schreiben, die ich gerne tue, weil sie Spaß machen (so evtl. von einem guten Buch berichten oder evtl. auch Rezepte teilen). Dabei würde ich mich sehr freuen, wenn ich eine Rückmeldung von dir erhalte, weil mich jetzt schon interessiert, was ich von dir so hören werde.